Privater bankentarifvertrag 2017

Die Arbeitgeber sind auf freiwilliger Basis in eine Reihe von Berufsverbänden organisiert, und darüber hinaus gibt es ein System von Innungskammern. Die Zugehörigkeit zur Gildenkammer ist für alle im Großherzogtum als Handwerker niedergelassenen Privatpersonen oder juristischen Personen obligatorisch. Dies gilt auch für die Handelskammer (Chambre de Commerce du Luxembourg, CDC), die eine Institution des öffentlichen Rechts ist, die alle Unternehmen umfasst, mit Ausnahme der Unternehmen der Landwirtschaft und des Handwerks, die über eigene Zunftkammern verfügen. Derzeit gibt es drei Kammern für Arbeitgeber: die Handelskammer; Handwerkskammer (Chambre des Métiers); Landwirtschaftskammer Luxemburg. Die Kammern haben das gesetzliche Recht, von den Behörden zu allen sozialen und wirtschaftlichen Fragen konsultiert zu werden, die die Interessen ihrer Mitglieder berühren. Sie haben auch das Recht, Vorschläge für Rechtsvorschriften vorzulegen. In bestimmten Politikbereichen, wie der Statistik und der beruflichen Bildung, fungieren sie sogar als öffentliche Verwaltungsorgane. Luxemburgs Gewerkschaftstum ist durch strukturellen Pluralismus gekennzeichnet. Zwei Spitzengewerkschaften (LCGB, OGB-L) sind als national repräsentative Gewerkschaften anerkannt und vor allem im privaten Sektor tätig. Ein weiterer Spitzenverband ist im öffentlichen Sektor (CGFP) tätig. Wichtige Gewerkschaften gibt es auch auf sektoraler Ebene, wie Aleba für den Banken- und Versicherungssektor, der auf sektoraler Ebene als repräsentativ anerkannt ist.

Der Staat spielt eine sehr aktive Rolle bei der Weiterbildung insgesamt. Sie dient insbesondere der Verbesserung der Rechtsvorschriften in diesem Bereich für den kollektiven Zugang und den individuellen Zugang, um Unternehmensinvestitionen mitzufinanzieren und die Steuerung des Systems zu erleichtern. Gemäß Artikel L. 162-11 des Arbeitsgerichts unterlassen die Vertragsparteien während der Geltungsdauer des Tarifvertrags alle Handlungen, die ihre loyale Leistung beeinträchtigen könnten, sowie jeden Streik oder aussperrung. Artikel 11 der luxemburgischen Verfassung garantiert die Freiheit, einer Gewerkschaft beizutreten. Die geltenden Rechtsvorschriften, die für Gewerkschaften gelten (basierend auf dem Gesetz vom 30. Juni 2004, das die Arbeitsbeziehungen regelt), wurden in das Arbeitsgesetzbuch aufgenommen (Artikel 161-3). Die Arbeitnehmer werden auf freiwilliger Basis in eine Reihe von Gewerkschaften organisiert, deren Hauptziel darin besteht, Tarifverträge auszuhandeln und die Interessen von Berufen und Berufen zu verteidigen. Es ist anzumerken, dass Gewerkschaften in Unternehmen oder Betrieben nicht durchgeführt werden, da die einzigen bestehenden Arbeitnehmervertreter auf dieser Ebene gewählte Arbeitnehmer sind, obwohl diese Vertreter Gewerkschaftsmitglieder sein können.